Spielberichte

ASKÖ Schwertberg 1b unterliegt 0:2 – Johann Aberl: „Unsere Schwäche ist die Chancenauswertung“

ASKÖ Schwertberg 1b
DSG Union Naarn 1b

Im Derby zwischen ASKÖ Schwertberg 1b und DSG Union Naarn 1b in der 2. Klasse Nord-Ost beschreibt Johann Aberl eine intensive Partie, die für sein Team nach einem Ausschluss in Minute 60 kippte. Nicht der Spielausgang steht für ihn im Vordergrund, sondern vergebene Chancen vor der Pause, der Einschnitt durch den Platzverweis und zwei Standards gegen sein Team. Die Stimmung ist enttäuscht, aber gefasst – mit Lob für die eigene Defensive und fairen Worten zum Unparteiischen.

Fußballschuhe auf Ersatzbank, alle mit roten Stutzen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Guter Start, klare Chancen – und ein 0:0 zur Pause

Aus Schwertberger Sicht begann das Derby vielversprechend. Bereits in der 15. Minute krachte ein Abschluss aus rund 25 Metern an die Latte – „Das war Pech, dass der nicht reingegangen ist.“ In Minute 30 bot sich eine weitere Topchance durch Roberto Stan, kurz vor der Pause blieb ein Gestochere vor dem Tor ohne Happy End. Die Bilanz des Trainers zur ersten Hälfte fällt entsprechend aus: drei gute Möglichkeiten, aber keine Ausbeute. Zur Halbzeit stand es 0:0, und das Gefühl überwog, „einen anderen Spielverlauf“ verdient zu haben. Im Rückblick spricht Aberl davon, dass sein Team ab etwa der 20. Minute „drückend besser“ war und bis zur Pause mehr vom Spiel hatte – ein Eindruck, der sich auch zu Beginn der zweiten Hälfte fortsetzte.

Ausschluss als Wendepunkt, Standards bringen die Entscheidung

Die Partie kippte aus Sicht der Hausherren in Minute 60. Unmittelbar danach wurde es nach einem Standard gefährlich – und nur vier Minuten später schlug es ein: In der 64. Minute traf Niklas Leon Kerschbaum zum 0:1. Spät in der Schlussphase legte DSG Union Naarn 1b nach einem weiteren Standard nach, als Markus Aigner in der 87. Minute auf 0:2 stellte. Aberl ordnet den Knackpunkt klar ein: „Der Schiedsrichter hat fair gepfiffen.“ Den Ausschluss bewertet er im Grundsatz als gerechtfertigt, betont aber die Härte der Verwarnungen: „Die erste Gelbe Karte war vielleicht nicht so gravierend.“ Unmittelbar nach dem Platzverweis sei aus dem Freistoß das erste Gegentor entstanden – eine Abfolge, die den zuvor kontrollierten Auftritt abrupt aus dem Tritt brachte. „Ich hätte mir einen anderen Spielverlauf gewünscht“, fasst er die Frustration zusammen.

Tempo, Derby-Charakter und Blick nach vorn

Über weite Strecken war es das emotional aufgeladene, aber faire Derby, das man erwartet: hoher Puls, viele Zweikämpfe, viel Tempo. „Auch in der zweiten Halbzeit bis zum Gegentor hatten wir eigentlich mehr vom Spiel“, betont der Trainer. Dass sein Team trotz intensiver Arbeit ohne Punkte blieb, führt er nicht zuletzt auf die Effizienz im letzten Drittel zurück. Der Tenor nach dem Schlusspfiff ist daher zweigleisig: Einerseits hebt Aberl den starken Verbund hinten hervor und stellt seiner Mannschaft insgesamt ein gutes Zeugnis aus; andererseits legt er den Fokus klar auf die Arbeit im Abschluss. „Da müssen wir den Hebel ansetzen“, sagt er mit Blick auf die kommenden Wochen. Die Lehre aus diesem Derby und den jüngsten Auftritten: Dominiert man Phasen, muss das im Ergebnis sichtbar werden – und Standardsituationen dürfen am Ende nicht erneut zum Spielverderber werden. Entsprechend will Aberl die positiven Elemente – Organisation, Intensität, Tempo – konservieren und die Chancenverwertung stabilisieren. 

2. Klasse Nord-Ost: ASKÖ Schwertberg 1b : Union Naarn 1b - 0:2 (0:0)

  • 87
    Markus Aigner 0:2
  • 64
    Niklas Leon Kerschbaum 0:1