Derby in der 2. Klasse Nord-Ost: Union Pabneukirchen gegen SPG Pierbach/Rechberg – und am Ende überwog die Zufriedenheit bei Trainer Christian Schachenhofer. Er betonte die spielerische Linie, sprach von klaren Vorteilen für seine Elf und hob die starke Kulisse hervor. Zwischen Aufbruchsstimmung, präzisen Ansagen für die nächsten Wochen und viel Wertschätzung für den Gegner dominierte eine ruhige, reflektierte Tonlage.

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Die Partie begann mit einem Stolperstein für Pabneukirchen: „Es waren für beide Mannschaften gute Torchancen dabei. Das 1:0 von Pierbach, ein Elfmeter sehr früh – der Schiedsrichter hat so entschieden, und somit ist es eine Tatsache.“ In der 8. Minute traf Thomas Raab per Strafstoß zum 0:1. Pabneukirchen fand jedoch rasch die passende Antwort und drehte mit konsequentem, flachem Kombinationsspiel das Momentum. Manuel Gruber glich in der 21. Minute zum 1:1 aus, ehe Roland Hofer in der 42. Minute das 2:1 besorgte. Direkt nach dem Seitenwechsel legte Gruber in der 48. Minute das 3:1 nach – ein Verlauf, der die vom Trainer betonte „spielerische Oberhand“ eindrucksvoll untermauerte.
Die Wirkung ruhender Bälle war im Derby deutlich spürbar, wie Schachenhofer herausstellte: „Standardsituationen, vor allem Freistöße und Corner, gab es auf beiden Seiten, wobei wir daraus klar mehr Ertrag geholt haben.“ In einer Phase, in der das Spiel längst in Richtung der Hausherren kippte, erhöhte Rene Kloibhofer in der 79. Minute auf 4:1. Pierbach blieb dran und verkürzte durch Axel Kellner in der 88. Minute auf 4:2. Den Schlusspunkt setzte in der Nachspielzeit Elias Kurzmann, der in der 93. Minute zum 5:2 traf – ganz im Sinne der Aussage des Trainers, die Chancen seien „dementsprechend verwertet“ worden, gerade auch aus gut vorbereiteten Situationen.
Die Stimmung trug das Spiel über weite Strecken. Der Coach sprach von klassischer Derbystimmung, einem Publikum, das „sehr toll“ anfeuerte, und von Rahmenbedingungen, die dem Anlass gerecht wurden. Trotz Intensität blieb der Ton respektvoll. Schachenhofer fasste zusammen: „Es gab ein, zwei ruppige Szenen, wo man auch auf Foul oder Freistoß hätte entscheiden können, aber in Summe war es für ein Derby ein faires Spiel und gut geleitet vom Schiedsrichter.“ Besonders ins Auge fiel der Auftritt eines außergewöhnlich jungen Spielers, dem der Trainer ein ausführliches Lob widmete: „Ich möchte ganz besonders unseren fünfzehnjährigen Newcomer Jakob Sutter hervorheben. Er war extrem agil, hat vorne Chancen kreiert und herausgespielt und ist für sein Alter extrem weit – für mich der Man of the Match, das sah auch das Publikum so.“ Inhaltlich passt das zum bewusst gesetzten Fokus: „Wir wollen weiter auf das Spielerische setzen und mit flachen Bällen in den Torraum kommen – das soll eine Stärke von uns werden.“ Zum Abschluss unterstrich Schachenhofer die sportliche Wertschätzung für den Gegner: „Pierbach war fair im Zuge des Derbys – ich wünsche der Mannschaft weiterhin Erfolg.“ Zurück blieb vor allem das Gefühl, einen klaren Plan beherzt und mit Unterstützung der Kulisse auf den Platz gebracht zu haben – samt Signalen für die kommenden Wochen.