In der 2. Klasse Nord-West trennte sich SU Herzogsdorf-Neußerling daheim 1:1 von Sportunion Kollerschlag. Nach einer torlosen ersten Hälfte brachte Michael Stöger die Gäste kurz nach der Pause in Front, ehe Manuel Wimmer spät ausglich. Sektionsleiter Stefan Zauner sprach von Aluminium-Pech und vergebenen Möglichkeiten und meinte, seine Mannschaft hätte an diesem Nachmittag mehr als nur den einen Punkt verdient.

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Herzogsdorf erwischte aus Sicht von Sportchef Stefan Zauner den besseren Start, kam gut ins Spiel und erspielte sich früh Chancen. Der Halbzeitstand von 0:0 passte dennoch zum zähen Ringen beider Teams. Gleich nach Wiederbeginn der Dämpfer: In der 47. Minute traf Michael Stöger für Kollerschlag zum 0:1. Herzogsdorf blieb dran, suchte konsequent den Weg nach vorne und haderte mit Aluminium-Pech – laut Zauner gleich zwei- bis dreimal. Die Gastgeber warfen in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne und wurden spät belohnt: In der 88. Minute drückte Manuel Wimmer zum 1:1 über die Linie. Ganz zum Schluss lag sogar der Heimsieg in der Luft, doch David Gahleitner verfehlte knapp – ein Schlussakkord, der Zauners Gesamtgefühl treffend beschreibt.
„Wir haben gut angefangen“, betonte Zauner, der die Leistung seiner Mannschaft vor allem über Einsatz und Beharrlichkeit definierte: „Man kann der Mannschaft wenig vorwerfen, sie hat bis zum Schluss alles probiert um den vollen Erfolg noch einzufahren.“ Den Grund, warum es „nur“ bei einem Zähler blieb, benennt er klar: „Am Ende war es die Chancenauswertung.“ Auch die Schlüsselmomente fasste er zusammen: „Es hat an diesem Tag nicht sein sollen, Aluminium die nötigen Effizenz vor dem Tor waren die Gründe .“ Zum Gegner fand er faire Worte: „Kollerschlag war kompakt, giftig in den Zweikämpfen und vor dem Tor effektiv.“
Über allem sportlichen Ärger stand für Herzogsdorf am Ende eine bittere Personalnachricht. „Sebastian Schierz hat sich ohne Fremdeinwirkung das Knie verdreht. Wir hoffen, dass die MR-Untersuchung den aktuellen Verdacht auf einen Kreuzbandrisses doch noch widerlegt - das wäre extrem bitter für uns, erklärte Zauner. In der Tabelle der 2. Klasse Nord-West werden Herzogsdorf mit 25 und Kollerschlag mit 23 Punkten geführt – ein enges Feld, in dem jeder Zähler zählt. Umso mehr schmerzt das Gefühl, zwei Punkte liegen gelassen zu haben. Positiv bleibt, dass die Mannschaft bis zum Schluss drangeblieben ist und sich spät noch mit dem 1:1 belohnt hat. Nach diesem 1:1 bleibt vor allem das Gefühl, dass für Herzogsdorf mehr drin gewesen wäre.