Spielberichte

„Wir wollen unseren Weg mit eigenen Spielern aus St. Peter/Hart und Umgebung fortführen“

St. Peter a.H.

Nach Platz 14 und nur fünf Punkten in der 2. Klasse Süd-West steht die Sportunion Raiffeisen St. Peter am Hart vor einer Saison, in der weniger große Ansagen als vielmehr ein klarer Kurs im Mittelpunkt stehen. Die vergangene Spielzeit hat Spuren hinterlassen, zugleich aber auch eine Richtung vorgegeben: Der Verein setzte früh auf junge Kräfte, will diesen Weg nun weitergehen und ergänzt den Kader gezielt mit Erfahrung. Im Umfeld bleibt es bewusst ruhig, sportlich soll vor allem eines gelingen: mehr Stabilität.

Nahaufnahme iener weißen Markierungslinie auf Fußballrasen

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Eine schwierige Saison mit klarer Konsequenz

Die Bilanz der vergangenen Monate fällt im Verein offen aus. „Hinter uns liegt eine schwierige Saison“, sagt der sportliche Leiter Florian Hintermaier. Vor allem der Saisonstart habe den St. Peterern früh zugesetzt. „Die Ergebnisse haben sich am Anfang der Saison einfach nicht so eingestellt, wie wir das erwartet haben.“ Aus dieser Entwicklung zog der Verein allerdings keine hektischen Schlüsse, sondern änderte den Fokus. Statt kurzfristig nur auf Resultate zu reagieren, bekamen viele junge Spieler ihre Chance. Die Saison wurde nach Hintermaiers Darstellung bewusst dafür genutzt, Spielpraxis zu sammeln und Talente an das Niveau in der Kampfmannschaft heranzuführen. Für St. Peter war die abgelaufene Runde damit nicht nur enttäuschend, sondern auch lehrreich. Weiters hat die letzte Saison den Kader auch zusammengeschweißt, auf was man als Verein dann auch in solchen Situationen stolz sein kann. Besonders erfreulich war für Hintermaier, dass in dieser Saison acht Spieler aus dem eigenen Nachwuchs ihr Debüt in der Kampfmannschaft feiern durften.

Nachwuchs soll jetzt mehr Verantwortung übernehmen

Genau dort setzt auch die Vorbereitung für die neue Saison an. Im Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung jener jungen Spieler, die in den vergangenen Monaten bereits herangeführt wurden. Hintermaier verweist dabei auf die vereinseigene Basis: Die Union setzt in dieser Frage klar auf die eigene Nachwuchsarbeit. „Die Weiterentwicklung der vielen jungen Spieler, die wir aufgrund unserer exzellenten Nachwuchsarbeit in unserem Verein vorfinden, ist ein Schwerpunkt“, sagt Hintermaier. Der Weg soll dabei bewusst regional bleiben. „Wir wollen unseren Weg mit eigenen Spielern aus St. Peter und Umgebung fortführen.“ Damit ist auch klar, worauf sich die Fans einstellen können: auf eine Mannschaft, die stark aus dem eigenen Umfeld kommt und in der junge Akteure weiter an Bedeutung gewinnen sollen.

Abgänge im Zentrum, Erfahrung kommt dazu

Ganz ohne Veränderungen geht es dennoch nicht. Den Verein verlassen haben Simon Gillhuber, der im Sturm eingesetzt werden konnte, sowie Simon Sperl. Gerade dessen Abgang wiegt schwer, weil er im zentralen Mittelfeld in den vergangenen Jahren zu den Stützen zählte. Weiters führt der Weg von Norbert Baischer und Lukas Maislinger zurück zu ihrem Heimatverein nach dieser schwierigen Saison. Bei den Zugängen wurden bisher vier Namen genannt. Jetmir Mula kommt von Gumpersdorf in Deutschland und ist für das defensive Mittelfeld vorgesehen. Für die Offensive wurde Fabian Auer vom ASCK Simbach verpflichtet. Hintermaier spricht dabei von einer bewussten Ergänzung des jungen Kaders: „Gott sei Dank konnten wir zwei, drei arrivierte Spieler mit reichlich Erfahrung für uns gewinnen, die sich für das Projekt entschieden haben.“ Mit Spielern wie Mula und Auer soll diese zusätzliche Routine nun auch auf dem Platz sichtbar werden. Weiters konnte die Union St. Peter mit Tarek Mohammadi und Naron Szücs zwei weitere junge Talente aus St. Peter und direkter Umgebung für den Verein gewonnen werden.

Kontinuität im Umfeld, Stabilität als Ziel

Abseits des Kaders setzt der Verein auf Kontinuität. Im Trainerteam und im Vorstand bleibt alles beim eingespielten Personal, größere Änderungen gibt es nicht. Auch personell ist die Lage vorerst entspannt: „Der Kader steht aus jetziger Sicht, bis auf die normalen Urlaube in der Sommerzeit, voll zur Verfügung“, sagt Hintermaier. Die Zielsetzung für die kommende Saison klingt entsprechend bodenständig. Nach einem Jahr mit harten Rückschlägen geht es in St. Peter nicht um große Schlagzeilen, sondern um eine gefestigte Mannschaft. „Es geht um die Festigung der Mannschaft, die Weiterentwicklung der jungen Spieler und darum, mit dem vorhandenen Kader eine stabile Saison zu spielen“, fasst Hintermaier die Aufgabe zusammen. Nach dem schwierigen vergangenen Jahr ist das in St. Peter bereits eine ziemlich klare Ansage.