Für Bela Hegedüs, Trainer von Union Raiffeisen Prambachkirchen, stand nach dem 2:0 gegen den SV Sparkasse Aschach an der Donau in der 2. Klasse West-Nord vor allem die Einordnung des Frühjahrsstarts im Mittelpunkt. Er sprach von einem gerechten Resultat in einem körperbetonten Duell, in dem seine Mannschaft bei wenigen Möglichkeiten zweimal zuschlug, spielerisch aber nicht überzeugte. Die Treffer erzielten Richard Öberseder und Johannes Oberseder. Zugleich richtete Hegedüs den Blick nach vorne: Als Tabellenführer sieht er sein Team in der Rolle des Gejagten – ohne daraus externen Druck abzuleiten.

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Der Trainer ordnete den Charakter der Partie klar ein: "Körperlich, technisch sicher nicht geprägt. Das war ein richtiges Zweite-Klasse-Spiel zum Frühjahrsauftakt." Dass das Ergebnis passte, stellte er nicht infrage. Seine Mannschaft habe sich in den Zweikämpfen behauptet, ohne am Ball ihr Optimum zu erreichen.
Im Ballbesitz sah Hegedüs leichte Vorteile beim Gegner: "Der Gegner war eine Spur besser im Ballbesitz, aber sie haben im Prinzip kein einziges Mal richtig auf unser Tor geschossen." Auf Seiten Prambachkirchens gab es aus seiner Sicht nur wenige klare Möglichkeiten – "zwei bis drei Großchancen" – und insgesamt kaum ruhende Bälle: "Es gab nur sehr wenige Eckbälle und Freistöße. Das Einzige war der Elfmeter, den wir geschossen haben."
Strittige Momente blieben aus – auch, weil das Gespann aus seiner Sicht überzeugte: "Der Schiedsrichter war schwer in Ordnung, und beide Linienrichter haben ihren Job sehr ehrlich erledigt. Es gab an und für sich keine strittigen Situationen. Der Elfmeter war ganz klar."
Taktisch blieb alles beim Alten: "Zur Halbzeit haben wir gar nichts geändert und insgesamt auch nicht umgestellt. Wir haben nur gewechselt, damit jeder Spieler zum Einsatz kommt." Den kommenden Auftritt ordnet Hegedüs so ein: Auswärts erwarte er erneut eine körperbetonte Partie gegen einen für ihn noch unbekannten Gegner – "ein ganz, ganz schweres Spiel". Und zur Zielsetzung bleibt er klar: "Wir haben an und für sich keinen Druck. Wir wollen Meister werden und aufsteigen, werden aber sicher noch Spiele verlieren. Druck ist nicht da."