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Union Stroheim: „Eine 1:0-Führung muss auch einmal drei Punkte bringen“

Union Stroheim

Elf Unentschieden, fehlende Durchschlagskraft und vermeidbare Fehler in der Schlussphase ergaben in Summe Platz 13. In dieser Saison soll es wieder nach oben gehen. „Von der Platzierung her war die vergangene Saison eher bescheiden“, sagt Johann Grabner, Co-Trainer der Union Stroheim, im Gespräch mit Ligaportal. Mit einem neuen Cheftrainer, mehreren Neuzugängen und einem breiteren Kader will der Verein diesmal vor allem eines schaffen: aus engen Partien endlich Siege einfahren.

Orange-Schwarzer Ball auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Zu viele Unentschieden, zu viele Fehler

Die Analyse fällt in Stroheim deutlich aus. Grabner ortet die Gründe für die schwierige Saison sowohl in der Defensive als auch in der Offensive. Vorne fehlte es der Mannschaft zu oft an Zielgenauigkeit, hinten an Stabilität und Konzentration. „Wir haben elf Unentschieden erreicht, die uns punktemäßig überhaupt nicht nach vorne gebracht haben“, sagt Grabner. Genau darin lag eines der Hauptprobleme: Die Stroheimer waren in vielen Spielen nahe dran, belohnten sich aber nicht.

Dazu kamen immer wieder unnötige Fehler in entscheidenden Phasen. Grabner spricht von Unachtsamkeiten und taktischem Fehlverhalten, das sich über die gesamte Saison gezogen habe. Besonders bitter: Mehrere mögliche Siege gingen in der Schlussphase noch verloren. „Es wären wesentlich mehr Siege möglich gewesen, aber meistens haben wir in den letzten zehn Minuten den Sieg noch verschenkt“, sagt der Co-Trainer. Statt eines vollen Erfolgs sprang oft nur noch ein Remis heraus. Für eine Mannschaft im hinteren Drittel war das zu wenig, jedoch konnten wir gegen Ende der Saison noch einige Punkte einfahren. 

Neuer Trainer, breiterer Kader

Im Sommer hat der Verein nun an mehreren Punkten nachjustiert. Bei der Kampfmannschaft übernimmt Stefan Rohrhuber den Posten des Cheftrainers, Grabner bleibt im Betreuerteam und will den neuen Coach unterstützen. Größere Umbrüche im Vereinsumfeld gibt es nicht, sportlich setzt Stroheim aber auf neue Impulse.

Vor allem der Kader soll breiter werden. Mehrere Neuzugänge sind bereits da, Namen wollte Grabner zum Zeitpunkt des Gesprächs nicht nennen. Klar ist allerdings, in welche Richtung die Verstärkungen gehen sollen: Im Angriff erhofft sich der Verein mehr Durchschlagskraft, gleichzeitig soll auch die Defensive breiter aufgestellt werden. „Wir versuchen, die Neuzugänge zu integrieren, damit wir im Angriff stärker werden“, sagt Grabner. Ein oder zwei Tore mehr hätten der Mannschaft in der vergangenen Saison oft schon geholfen. Künftig soll auch der Konkurrenzkampf im Training wieder spürbar steigen.

Unterstützung bekam die sportliche Führung dabei laut Grabner vom sportlichen Leiter Christoph Schwertberger, dem er für die Arbeit in der Übertrittszeit ausdrücklich dankt. Auf der Abgangsseite blieb es überschaubar. Im Erwachsenenbereich verließ mit Johannes Angster nach Haibach nur ein Spieler den Verein. 

Der Weg soll ins Mittelfeld führen

In der Vorbereitung geht es nun nicht um Kleinigkeiten, sondern darum, über 90 Minuten stabiler zu werden. Grabner formuliert den Anspruch klar: „Wir müssen einfach kompakter werden, sowohl defensiv als auch offensiv unsere Leistung bringen und knappe Ergebnisse über die Runden bringen.“ Dahinter steckt die Lehre aus dem Vorjahr, als zu viele Spiele kippten oder nach einer Führung wieder aus der Hand glitten.

Personell gibt es dabei allerdings noch Fragezeichen. Maximilian Huemer, der sich in der vergangenen Saison verletzt hatte, dürfte noch rund einen Monat fehlen, ist aber bereits wieder im leichten Training. Schwerer traf es Maximilian Helletsgruber, der sich beim ersten Aufbautraining an der Schulter verletzte und länger ausfallen wird. Trotzdem hofft man in Stroheim, möglichst ohne weitere Rückschläge durch die Sommerwochen zu kommen und mit einem vollen Kader in die Meisterschaft zu starten.

Das Ziel ist klar umrissen: weg aus dem hinteren Drittel, hin ins Mittelfeld. Grabner sagt zwar auch „je weiter vorne, desto besser“, vorerst geht es aber um Verlässlichkeit und darum, aus ordentlichen Auftritten endlich Punkte zu machen. Oder, wie er es selbst auf den Punkt bringt: „Eine 1:0-Führung muss auch einmal drei Punkte bringen und nicht immer ein Unentschieden oder eine Niederlage.“ Genau daran wird sich die Saison der Stroheimer messen lassen.