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„Wir sind erst am Ende in die Gänge gekommen“ – SPG Aschach-Donau/UFC Eferding 1b setzt auf Geduld

Aschach/Eferding 1b

Vor dem Start in der 2. Klasse West-Nord steht bei der SPG Aschach-Donau/UFC Eferding 1b nicht das große Reden über Tabellenplätze im Vordergrund, sondern viel Aufbauarbeit. Obmann Stefan Achleitner beschreibt eine Mannschaft, die sich erst spät gefunden hat, personell einiges auffangen musste und nun als neue Spielgemeinschaft einen sauberen Neustart hinlegen will. Der Grundton ist klar: realistisch bleiben, intern gut arbeiten und den Zusammenhalt weiter stärken.

Fußballspieler ganz in Grün gekleidet

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Ein spätes Hoch als Hoffnungsschimmer

Wenn Achleitner auf die vergangene Saisonhälfte zurückblickt, dann tut er das ohne Schönfärberei, aber auch nicht ohne Zuversicht. „Die Saison hätte leider ein wenig länger dauern müssen. Wir sind erst am Ende in die Gänge gekommen“, sagt der Obmann. Genau darin steckt auch die wichtigste Erklärung für seinen insgesamt nüchternen, aber nicht pessimistischen Blick. Er macht klar, dass die Mannschaft nicht von Anfang an in einem ruhigen Fahrwasser war, sondern erst Schritt für Schritt Stabilität entwickeln musste. „Es hat in den letzten Monaten beim Verein einige strukturelle Veränderungen gegeben. Das brauchte seine Zeit“, so Achleitner. Dass am Ende trotzdem noch ein positiver Schlusspunkt gesetzt werden konnte, passt zu dieser Einschätzung: Auf die Niederlagenserie folgten zum Abschluss ein 6:2 bei SV Freinberg und ein 3:2 gegen Peuerbach Juniors. Diese beiden Siege untermauern, was Achleitner mit dem späten Aufschwung meint. 

Viele Abgänge, wenig Mittel, klare Linie

Die eigentliche Geschichte hinter dieser Entwicklung liegt für Achleitner im personellen Umbruch. Er spricht offen an, wie schwierig die vergangenen Monate für den Verein waren. „Viele Spieler haben uns verlassen. Es ist sehr schwer, neue zu bekommen“, sagt er. Besonders schmerzhaft sei gewesen, dass die gesamte Innenverteidigung weggefallen sei und mit Wolfgang Lehner auch der damalige Spielertrainer noch vor der Winterpause nicht mehr zur Verfügung stand. Gleichzeitig kam mit Julian Pschorn nur eine Neuverpflichtung dazu, die laut Achleitner „uns sicher weitergeholfen hat und eine Bereicherung für den Verein war“, nun aber wieder zurückkehrt. Der Obmann benennt auch die Gründe dafür sehr deutlich. „Wir haben nicht die finanziellen Mittel, dass wir große Spieler holen“, sagt er, und verweist zusätzlich auf die schwierige Ausgangslage eines kleineren Ortes, in dem man nicht jedes Jahr genügend Spieler aus dem eigenen Nachwuchs nachschieben kann. Gerade deshalb will SPG Aschach-Donau/UFC Eferding 1b den eingeschlagenen Weg nicht verlassen. „Wir planen derzeit keine großen Neuzugänge“, betont Achleitner. Und noch deutlicher wird er bei der allgemeinen Entwicklung im Unterhaus: „Mittlerweile ist es leider so, dass kaum jemand um des Fußballs willen Fußball spielt, sondern dorthin geht, wo am meisten gezahlt wird. Wir als SV Aschach wollen diese Entwicklung eigentlich nicht mittragen.“

Die Spielgemeinschaft soll schnell funktionieren

Vor diesem Hintergrund ist die neue Zusammenarbeit mit UFC Eferding 1b für Achleitner kein bloßer organisatorischer Schritt, sondern ein sehr bewusster Versuch, die Basis für die nächsten Monate zu sichern. „Wir probieren es jetzt ein Jahr in der Spielgemeinschaft mit Eferding 2 und schauen, wie es funktioniert“, sagt er. Auch rund um die Mannschaft soll es zusätzliche Unterstützung geben. Sportlich beginnt die Aufbauarbeit schon in den nächsten Tagen. „Wir starten kommenden Dienstag mit dem Aufbautraining“, sagt Achleitner, dazu sollen rund fünf Testspiele kommen. Das Wichtigste ist für ihn aber nicht irgendein Ergebnis in der Vorbereitung, sondern dass sich die Gruppen zusammenfinden. „Das Wichtigste ist, dass sich beide Mannschaften kennenlernen und dass die Kommunikation zwischen den Vereinen funktioniert. Die hat bis jetzt wirklich gut funktioniert“, sagt der Obmann. Dazu kommt mit Rinor Kabashi auch noch ein schmerzhafter Ausfall. „Im Abschlusstraining hat sich leider eine Stütze des Vereins, Rinor Kabashi, eine Bänderverletzung zugezogen. Er wird einige Wochen ausfallen“, erklärt Achleitner. 

Zusammenhalt als Fundament für den Neustart

Trotz aller Schwierigkeiten fällt auf, dass Achleitner immer wieder auf den inneren Zusammenhalt zurückkommt. Das ist für ihn kein Nebensatz, sondern die entscheidende Grundlage dafür, dass SPG Aschach-Donau/UFC Eferding 1b den Neustart schaffen kann. Als Beispiele nennt er Bajram Berisha und Liridon Berisha, die er ausdrücklich hervorhebt, weil sie nicht nur auf dem Platz, sondern auch im Vereinsleben viel Verantwortung übernehmen. „Wenn ich wen hervorheben muss, dann sind das die zwei“, sagt er, und schiebt sofort nach, dass auch im Umfeld „mit vollem Einsatz immer“ gearbeitet werde. Dass der Verein stark über dieses Miteinander kommt, war für Achleitner auch rund um die 80-Jahr-Feier des Sportvereins spürbar. Die Veranstaltung mit den vier Sektionen Fußball, Tennis, Pool und Stocksport sei „ein großer Erfolg“ gewesen, mit „irrsinnig vielen Leuten am Sportplatz“. Diese breite Verankerung im Ort sieht er als Pluspunkt. Und auch auf die Liga blickt er in dieser Frage genau hin: Union Stroheim habe ihn positiv überrascht, weil dort aus seiner Sicht der Zusammenhalt im Verein besonders gut funktioniere. Für den eigenen Klub ergibt sich daraus fast automatisch der Ausblick. SPG Aschach-Donau/UFC Eferding 1b wird nicht mit großen Ansagen in die Saison gehen, sondern mit viel Arbeit im Hintergrund. Achleitner bringt es auf eine einfache Formel: „Ich bin guter Dinge, dass wir das alle gemeinsam meistern und gut in die Saison starten können.“