In der Bezirksliga Ost hat ATSV Neuzeug die vergangene Saison mit 44 Punkten auf Rang fünf abgeschlossen. Trainer Stefan Reifenauer blickt auf eine Halbserie zurück, in der vor allem Passspiel, Defensivverbund und Zusammenhalt überzeugt haben. Gleichzeitig spricht er offen an, wo noch Arbeit wartet: Im Offensivspiel und im letzten Drittel sieht der Coach noch Luft nach oben, auch wenn die Ausgangslage vor dem Neustart insgesamt eine positive ist.

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Reifenauer zeichnet beim Rückblick das Bild einer Mannschaft, die in vielen Bereichen schon sehr gefestigt aufgetreten ist. "Wir hatten qualitativ sehr starke Spiele, vor allem im Passbereich und im Defensivverbund", sagt der Trainer. Gerade in diesen Bereichen habe ATSV Neuzeug vieles so auf den Platz gebracht, wie es im Training angelegt war. Dass die Mannschaft über weite Strecken verlässlich gearbeitet hat, war für ihn ein ganz wesentlicher Punkt. Gleichzeitig spart er den Bereich, in dem noch mehr kommen muss, nicht aus. "Im Offensivbereich haben wir noch Luft nach oben", sagt Reifenauer und nennt dabei vor allem das Spiel im letzten Drittel und die Abschlüsse als Thema. Genau dort will er im nächsten Schritt ansetzen, weil aus seiner Sicht die Grundlage schon gelegt ist und nun die Feinheiten im Angriff den Unterschied machen können.
Ein großer Pluspunkt war für den Trainer in den vergangenen Monaten die personelle Situation. "Wir haben praktisch keine längeren Verletzungen gehabt", sagt Reifenauer und sieht darin einen wichtigen Grund dafür, dass der Konkurrenzkampf im Kader durchgehend hoch geblieben ist. Weil fast immer viele Spieler zur Verfügung standen, habe ATSV Neuzeug in der Breite gut agieren und auch von der Bank nachlegen können. "Die Spieler haben sich untereinander gepusht, und ich habe von ihnen immer sehr viel Engagement und Ehrgeiz bekommen", sagt der Coach. Ganz ohne Folgen blieb das aber nicht, denn manche Spieler hätten sich wegen des Wunsches nach mehr Spielzeit neu orientiert. Gleichzeitig hat der Verein bereits auf dem Transfermarkt reagiert. Mit Melvin Garstenauer kommt ein Spieler für die rechte Seite von Union Waldneukirchen, Moritz Käfer stößt als zentraler Mittelfeldspieler vom SK Vorwärts Steyr 1b dazu, Thomas Weinmaier kommt von Union Bad Hall und mit Christoph Stölnberger von Union Ansfelden verstärkt ein neuer Tormann den Kader.
Nicht nur sportlich, auch im Umfeld setzt ATSV Neuzeug auf Stabilität. Laut Reifenauer bleibt in der Vereinsführung und im Trainerstab alles unverändert, was er ausdrücklich als Vorteil bewertet. Gerade im Unterhaus sei es wichtig, dass Abläufe funktionieren und nicht ständig neu aufgebaut werden müssen. Dazu kommt, dass sich auch infrastrukturell etwas tut. Neue Kabinen, ein neuer Aufgang zum Vereinsgelände und ein kleiner Kunstrasenplatz am Nebenfeld sind in Arbeit, auch wenn sich das Bauprojekt wohl noch bis in den Herbst ziehen wird. Sportlich gibt es zusätzlich eine erfreuliche Nachricht: Muhammed Tepegöz steht nach seinem Kreuzbandriss wieder vor der Rückkehr. "Er kann jetzt wieder voll in das Mannschaftstraining einsteigen", sagt Reifenauer. Als Stützen der vergangenen Monate hebt er außerdem Kapitän Philipp Bierbauer hervor, der "sehr viel Stabilität gegeben hat", und Fabian Fischer, der nach Einschätzung des Trainers "seine erste starke Bezirksliga-Saison gespielt hat".
Mit 44 Punkten und Platz fünf hat ATSV Neuzeug eine ordentliche Ausgangslage geschaffen, zufrieden zurücklehnen will sich der Trainer aber nicht. Beim Blick auf die Liga nennt Reifenauer vor allem Ennser Sportklub und Union Ansfelden als Mannschaften, die ihn beeindruckt haben. Beide hätten als Aufsteiger sofort gezeigt, "dass sie über allen anderen Mannschaften gestanden sind". Auch ASKÖ Doppl-Hart habe ein starkes Frühjahr gespielt, Union Mitterkirchen sei ohnehin immer ein Faktor. Gerade deshalb erwartet er eine enge und spannende Saison. Für ATSV Neuzeug ist die Marschroute klar: Die guten Dinge aus den vergangenen Monaten mitnehmen, den Teamgeist bewahren und im Angriff zulegen. "Wenn wir dort anknüpfen, das Offensivspiel und die Abschlüsse noch ein bisschen verbessern, dann wird es sicher wieder eine sehr erfolgreiche Saison", sagt Reifenauer. Die Richtung ist damit klar, der nächste Schritt soll nun vorne am Platz sichtbar werden.