Spielberichte

Daniel Peterstorfer (Co-Trainer SPV Kematen-Piberbach/Rohr): „Wir waren klar spielbestimmend“

Kematen-Piberbach/Rohr
Union Bad Hall

Intensives Remis in der Bezirksliga Ost: SPV Kematen-Piberbach/Rohr und Union Zorn Gestra Bad Hall trennen sich 1:1. Nach frühem Rückstand kämpften die Hausherren zurück, glichen nach der Pause aus und drängten lange auf den Sieg. Co-Trainer Daniel Peterstorfer spricht von einem starken Auftritt, ärgert sich aber über einen nicht gegebenen Elfmeter und die liegen gelassenen Chancen – und nimmt dennoch viel Positives aus der 19. Runde mit.

Linienrichter an der Eckfahne mit Blick Richtung Spielfeld

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Früher Rückstand, starker Auftritt vor der Pause

Kematen kam gut rein, hatte mehr vom Spiel und suchte früh den Weg nach vorne. Co-Trainer Daniel Peterstorfer fasst die ersten 45 Minuten klar zusammen: „In der ersten Halbzeit waren wir meiner Meinung nach klar spielbestimmend und sehr aktiv. Wir haben defensiv kaum etwas zugelassen und uns mehrere hochkarätige Chancen erarbeitet.“ Auf der Anzeigetafel schlug aber Bad Hall als Erstes zu: In Minute 10 stellte Kilian Alexander Hotz auf 0:1. Aus Kematener Sicht bitter, weil der Gegentreffer nach einem vermeidbaren Fehler fiel. „Wir klären den Ball nicht konsequent aus dem Gefahrenbereich und geraten unnötig in Rückstand“, so Peterstorfer. Zusätzlich fühlten sich die Gastgeber um einen Strafstoß gebracht: „Uns wurde ein glasklarer Elfmeter verwehrt.“ Trotz vieler Offensivaktionen blieb es zur Pause beim 0:1.

Hinterleitner gleicht aus – Kematen bleibt am Drücker

Nach dem Seitenwechsel machten die Hausherren dort weiter, wo sie aufgehört hatten: mit Druck, Tempo und klarer Ausrichtung nach vorne. „Wir haben von Beginn an auf den Ausgleich gedrückt, der uns in der sechzigsten Minute dann auch verdient gelungen ist“, schildert Peterstorfer. Die Chronik bestätigt den Zeitpunkt fast auf die Minute: In der 61. Minute traf Sebastian Hinterleitner zum 1:1. Danach wollte Kematen mehr. „Wir wollten unbedingt den Sieg erzwingen und haben weiter nach vorne gespielt. Aber in so einer Phase will der Ball einfach nicht rein“, sagt der Co-Trainer. Laut seiner Einschätzung hatten die Gastgeber drei, vier dicke Möglichkeiten schon vor der Pause und nach dem 1:1 nochmals vier bis fünf Top-Chancen, darunter ein Lattentreffer. Auf der Gegenseite meldete sich Bad Hall mit einem Konter und einem Stangenschuss zurück – aus Kematener Sicht ein kurzer Schreckmoment, der jedoch ohne Folgen blieb. Am Ende stand ein 1:1, das sich nach viel Aufwand zu wenig anfühlte.

Bad Hall wie erwartet, viel Moral – und ein Blick nach vorne

Am Gegner gab es für Peterstorfer wenig Überraschendes: „Wir haben genau damit gerechnet, dass sie uns vorne zustellen werden und viel mit hohen Bällen agieren.“ Umso mehr hob er die eigene Haltung hervor: „Der Wille und die Einsatzbereitschaft jedes Spielers und das Nicht-Aufgeben bis zur 90. Minute waren top.“ Zur Schiedsrichterdebatte wollte er keine große Baustelle aufmachen, der Ärger blieb aber spürbar: „Es war ein sehr faires Spiel – bis auf die glasklare Elfmeterentscheidung, die nicht für uns getroffen wurde. Das verfolgt uns in den letzten Wochen leider öfter.“ In der Tabelle steckt Kematen mit 17 Punkten auf Rang zwölf noch hinten drin, Bad Hall reist mit 29 Zählern als Sechster heim – umso wertvoller wirkt der Zähler gegen ein Team aus der oberen Hälfte. „Wir erarbeiten uns viele Chancen, aber das nötige Glück fehlt uns derzeit noch“, sagt Peterstorfer und blickt dennoch nach vorne: „Die starken Leistungen der letzten Spiele stimmen mich sehr positiv für die Zukunft.“

Bezirksliga Ost: Kematen-Piberbach/Rohr : Bad Hall - 1:1 (0:1)

  • 61
    Sebastian Hinterleitner 1:1
  • 10
    Kilian Alexander Hotz 0:1