In der Bezirksliga Süd haben die Union Mondsee Juniors die Saison auf Rang fünf mit 45 Punkten beendet und damit ein kräftiges Ausrufezeichen gesetzt. Co-Trainer Ermal Dervishi spricht rückblickend von einer besonderen Spielzeit. „Ich denke, es war eine sehr erfolgreiche Saison. Auch die Leistungen in der Rückrunde waren ansprechend“, sagt er. Vor allem die Entwicklung der jungen Mannschaft steht für ihn dabei klar über allem.

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Dass die Union Mondsee Juniors am Ende hinter St. Marienkirchen/Wallern 1b, dem FC Hertha Wels Juniors, dem SV Hohenzell und Allhaming/Weißkirchen 1b auf Platz fünf gelandet sind, passt gut zu der Einschätzung aus dem Verein. Dervishi formuliert es ohne Umschweife: „Es war die erfolgreichste Saison in der noch jungen Juniors-Mannschaft-Historie.“ Das ist keine kleine Aussage, sondern eine, die den ganzen Weg dieser Mannschaft beschreibt. In den vergangenen Wochen gab es zwar nicht nur Siege, aber die Formkurve zeigte trotzdem, warum Mondsee lange vorne mitmischen konnte. Auf die 0:1-Niederlage bei der SPG Windischgarsten/Spital folgte ein 2:2 gegen Union Schlierbach, danach gelangen ein 1:0 gegen Union Thalheim und ein 2:1 beim Vöcklabrucker SC, ehe zum Abschluss ein 0:3 gegen den FC Hertha Wels Juniors stand. Diese Serie spiegelt ganz gut wider, dass die Mannschaft konkurrenzfähig war und über die Saison hinweg konstant genug punktete, um sich im oberen Tabellendrittel festzusetzen.
Wenn Dervishi darüber spricht, was in dieser Saison besonders gut funktioniert hat, landet er schnell bei einem Punkt, der für eine Juniors-Mannschaft entscheidend ist. „Besonders gut hat funktioniert, dass wir junge Spieler einbauen konnten und sie sich stetig verbessert haben“, sagt er. Genau darin liegt der Kern dieser Saison. Es ging nicht nur darum, Woche für Woche Ergebnisse mitzunehmen, sondern auch darum, Spieler an das Niveau in der Bezirksliga Süd heranzuführen und ihnen Einsatzzeit zu geben. Dass beides zusammengepasst hat, macht die Runde aus Sicht des Vereins so wertvoll. Mondsee war also nicht nur ordentlich platziert, sondern hat auch seinen eigentlichen Auftrag erfüllt. Dazu passt auch Dervishis Blick auf die Konkurrenz. Den ersten Platz von St. Marienkirchen/Wallern 1b bezeichnet er als verdient, außerdem meint er, dass auch der FC Hertha Wels Juniors „eigentlich eine starke Saison gespielt“ habe. Das zeigt, in welchem Umfeld sich die Juniors behaupten mussten.
Ganz ohne Bewegung geht auch in Mondsee kein Sommer vorbei. Dervishi nennt zwei Abgänge in der Defensive und einen im zentralen Mittelfeld. Dazu kommt ein neuer Spieler für die Defensive. „Wir haben einen fixen Zugang in der Abwehr, Karlo Samardzic“, sagt Dervishi. Zudem kommen mit Jakob Rettenbacher und Emilio Schwaiger zwei weitere dazu. Noch stärker fällt die Veränderung allerdings auf der Trainerbank ins Gewicht. Nemanja Asanovic hat den Verein verlassen, der bisherige Co-Trainer Ermal Dervishi übernimmt nun als Nachfolger. Viel mehr Umbrüche soll es aber nicht geben. „Sonst hat es keine größeren Veränderungen im Kader und bei den Funktionären gegeben“, erklärt er. Auch das passt zum Bild eines Teams, das nicht bei null anfangen muss, sondern auf einer starken Saison aufbauen kann. Gerade für eine junge Mannschaft kann Stabilität in dieser Phase ein wichtiger Faktor sein, weil viele Abläufe bereits vorhanden sind und nicht alles neu aufgebaut werden muss.
Eine schlechte Nachricht gibt es vor der neuen Saison trotzdem. Simon Köbrunner hat sich im Training verletzt, und Dervishi sagt offen: „Beim Simon Köbrunner besteht der Verdacht auf eine Kreuzbandverletzung.“ Noch bevor die Herbstsaison am 1. August beginnt, müssen die Union Mondsee Juniors also mit einer belastenden Situation umgehen. Gleichzeitig gibt es genügend Hinweise darauf, dass in diesem Kader weiter Potenzial steckt. Dervishi hebt besonders einen Offensivspieler hervor: „Der Torschützenkönig der Bezirksliga kommt heuer mit David Bogesic aus Mondsee. Er hat eine tolle Entwicklung hinter sich und konnte jetzt schon zeigen, dass er ein echter Torjäger ist.“ Genau aus solchen Geschichten will Mondsee auch in der kommenden Spielzeit wieder Kapital schlagen. Die Richtung stimmt, die Basis ist da, und nach der erfolgreichsten Saison dieser jungen Mannschaft ist klar, dass die Erwartungen rund um die Juniors nicht kleiner geworden sind.