In der Bezirksliga West trennten sich der USV Raiffeisen Eggelsberg/Moosdorf und die Union Diersbach mit 1:1. Nach torloser erster Hälfte brachte Kevin Samstag die Hausherren in Minute 59 in Front, Tobias Mayrhofer glich in der 76. per Freistoß aus. Trainer Wolfgang Felber sprach von einem ausgeglichenen Spiel, lobte seine ersatzgeschwächte Mannschaft und nahm den Punkt mit Blick auf die Umstände „gern mit“. Sein Team musste zudem lange in Unterzahl durchhalten, wie der Coach betonte.

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Beide Mannschaften fanden nur schwer in die Partie, Chancen blieben Mangelware, zur Pause stand es 0:0. Nach dem Seitenwechsel nutzte Eggelsberg den ersten klaren Moment. In der 59. Minute legte sich Kevin Samstag, so schildert es sein Trainer, den Ball von links auf den rechten Fuß und schoss „scharf ins rechte untere Eck – unhaltbar“. Bis dahin, erzählt Felber, hatte Diersbach „keine richtige Chance, höchstens eine Außenstange“. Danach wurde es aus Sicht der Heimischen kniffliger. Felber berichtete von einer Gelb-Roten Karte gegen Andreas Dürager von seinem Team, wodurch Eggelsberg rund 20 Minuten in Unterzahl agieren musste. Diersbach kam dadurch besser ins Spiel und traf in der 76. Minute zum 1:1: Tobias Mayrhofer versenkte einen Freistoß von halbrechts, dem der Coach trotz Ärger Respekt zollte: „Den hat er gut geschossen.“
Für Wolfgang Felber war es vor allem ein Abend der Moral. „Uns haben sechs Stammspieler gefehlt. Deshalb sind wir über jeden Punkt froh. Die Burschen haben sich vorne und hinten gegen alles gestemmt – große Hochachtung“, sagte der Trainer. Gleichzeitig haderte er mit zwei Szenen: „Wir waren 1:0 vorne, dann die Gelb-Rote – sehr hart aus meiner Sicht. Und der Freistoß zum 1:1 war für mich kein Foul, unser Video zeigt das.“ Trotzdem blieb der Ton respektvoll: „Ich will dem Schiedsrichter keinen schwarzen Peter zuschieben, aber ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl hätten wir uns gewünscht.“ Dass Chancen insgesamt rar waren, unterstrich er mehrmals – es war aus seiner Sicht ein klassisches 50:50-Spiel, in dem Kleinigkeiten den Ausschlag gaben und seine Mannschaft am Ende den Punkt verteidigte.
In der Schlussphase, so Felber, bot sich in Unterzahl sogar noch die große Möglichkeit auf den Lucky Punch. „Yahia Hillermayer tankt sich auf der Seite gut durch, spielt ins Zentrum, und Philipp Felber trifft den Ball nicht richtig – schade.“ Den Gegner lobte er ausdrücklich: „Es war ein faires Spiel, ich zolle Diersbach Respekt.“ Gleichzeitig ordnete er die Kräfteverhältnisse ein: „Diersbach hat viele zugekaufte Spieler, da hängt viel an der Tagesverfassung.“ In der Tabelle liegt Diersbach nach 20 Runden bei 30 Punkten auf Rang fünf, Eggelsberg/M. hält mit 28 Zählern Platz sieben – umso wertvoller der Zähler. Felber blickte auch über das Spiel hinaus: „Unsere 1b ist Tabellenführer, wir haben fast keine Zukäufe und stemmen vieles aus dem eigenen Verein.“ Mit dieser Haltung will Eggelsberg/Moosdorf die nächsten Wochen anpacken.