Spielberichte

Harun Sulimani (Trainer Utzenaich/Antiesenhofen): 'Über 90 Minuten eine X-Partie'

Union Gilgenberg
Utzenaich/Antiesenhofen

In der Bezirksliga West zog die SPG Raiffeisen Utzenaich/Antiesenhofen bei der Druckhaus Adame Union Gilgenberg mit 0:1 den Kürzeren. Es war ein enges, hart umkämpftes Spiel, in dem lange wenig passierte und viel gearbeitet wurde. „Über 90 Minuten war es eigentlich eine X-Partie“, hielt Gäste-Trainer Harun Sulimani fest. Die Entscheidung fiel spät und aus Sicht der Gäste unnötig: ein Eigentor kurz vor Schluss besiegelte die Niederlage. „Durch einen Abwehrfehler kurz vor Schluss haben wir das 0:1 bekommen“, ärgerte sich Sulimani nach dem Schlusspfiff.

Mehrere Spieler bilden eine Mauer

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Spätes Eigentor entscheidet einen zähen Fight

Der Abend in Gilgenberg begann vorsichtig. Beide Teams schenkten sich vom Start weg nichts, suchten die Zweikämpfe und hielten die Räume eng. Viel ging zwischen den Strafräumen, klare Möglichkeiten blieben Mangelware – folgerichtig stand es zur Pause 0:0. Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie eng, doch das Tor fiel erst ganz spät: In der 88. Minute lenkte Fabian Höckner den Ball unglücklich ins eigene Tor – 1:0 für Gilgenberg. Genau diese Szene war es, die Sulimani nachher beschäftigte: „Wir haben in der Situation schlecht verteidigt. Wir waren sogar in Überzahl, vier gegen zwei, und stellen uns nicht clever an. Am Ende war es sogar ein Eigentor – das ist bitter.“ Damit war die späte Entscheidung gefallen, und die Gäste mussten die Heimreise ohne Punkte antreten.

Mehr Ballbesitz nach der Pause – Gilgenberg verteidigt konsequent

Aus Sicht der Gäste sprach vieles für ein Remis. Sulimani hob vor allem die Phase nach der Pause hervor: „In der zweiten Hälfte hatten wir ganz klar mehr Ballbesitz.“ Doch aus dem Mehr an Spielanteilen wurde zu wenig Gefahr. „Uns ist schwer gefallen, uns Chancen zu erspielen, weil Gilgenberg im Gegenpressing und defensiv richtig gut gearbeitet hat. Sie haben darauf gewartet, dass sie uns in einer Umschalt-Situation erwischen“, erklärte der Coach. Genau dieser Plan der Gastgeber ging am Ende auf: lange sicher stehen, wenig zulassen, geduldig bleiben – und dann das entscheidende Tor erzwingen, auch wenn es am Ende ein Eigentor war. „Der Gegner hat gut verteidigt, das muss man sagen. Sie waren da sehr clever, das war der Schlüssel“, anerkannte Sulimani fair.

Strittige Szene, kühler Kopf – und der Blick nach vorne

Ganz ohne Gesprächsstoff ging es dennoch nicht ab. Eine heikle Szene blieb hängen, über die am Ende aber niemand die Verantwortung schieben wollte. „Es war ein sehr junger Schiedsrichter, der das grundsätzlich gut gemacht hat“, betonte Sulimani zunächst. Dann schilderte er die brisanteste Aktion aus seiner Sicht: „Da laufen wir alleine aufs Tor zu und werden gefoult. Er zeigt eigentlich Foul und Rot, aber der Linienrichter hebt wegen Abseits auf. Ob es wirklich Abseits war, ist schwer zu sagen – das müssen wir im Video anschauen. Am Ende ist es eine Tatsachenentscheidung.“ Am Fazit ändert das nichts: Die Gäste lieferten einen intensiven Arbeitseinsatz, hatten nach der Pause mehr vom Ball, kassierten aber spät das entscheidende 0:1. „So fahren wir leider mit null Punkten nach Hause“, sagte Sulimani, der das Spiel als Mahnung sieht, individuelle Fehler abzustellen und das eigene Ballbesitzplus künftig konsequenter in Chancen und Zählbares umzumünzen.

Bezirksliga West: Gilgenberg : Utzenaich/Antiesenhofen - 1:0 (0:0)

  • 88
    Eigentor durch Fabian Höckner 1:0