Spielberichte

Adnan Kudic (Sektionsleiter-Stv., Druckhaus Adame Union Gilgenberg): "Wir haben in Halbzeit zwei kaum etwas zugelassen"

SV Lambrechten
Union Gilgenberg

In der Bezirksliga West setzte sich der Druck im Tabellenkeller fort – und in Lambrechten fiel die Entscheidung spät: SV Bäck Baggerungen Lambrechten unterlag zuhause dem Druckhaus Adame Union Gilgenberg mit 0:1. Matchwinner war Adnan Kudic, der in der 78. Minute mit einem Weitschuss traf. Zuvor hatten die Hausherren vor der Pause mehr vom Spiel, nach dem Seitenwechsel kontrollierten die Gäste die Räume besser. „Es war das erwartete, schwere Spiel im Abstiegskampf“, sagte Kudic – am Ende nahmen die Innviertler drei ganz wichtige Punkte mit.

Fußballspieler ganz in Grün gekleidet

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Lambrechten giftiger vor der Pause – Entscheidung fällt spät

 Adnan Kudic sprach nach Abpfiff offen über die zähe erste Hälfte: „Lambrechten war in der ersten Halbzeit giftiger, aggressiver und besser im Spiel als wir. Von uns war das zu wenig.“ Wir wussten wie sie spielen werden, haben uns aber sehr schwer getan. Die Gastgeber suchten Abschlüsse aus der zweiten Reihe, richtig zwingend wurde es aber kaum – zur Pause stand es 0:0. Nach dem Seitenwechsel drehte Gilgenberg an den richtigen Schrauben. „In der zweiten Halbzeit war es anders, weil Lambrechten mehr oder weniger musste“, so Kudic. Die Entscheidung fiel in Minute 78 – und sie fiel spektakulär. Kudic selbst beschreibt die Szene so: „Lambrechten hatte den Ball auf Höhe der Mittellinie, wollte nach vorne spielen. Wir fangen das ab, spielen einmal quer, der Torwart steht zu weit vor dem Tor und der Schuss von knapp der Mittellinie geht mit etwas Glück über den Tormann ins Netz.“

Defensiv stabil, nach dem 1:0 fast nichts zugelassen

Der Treffer war der Knackpunkt einer reifen Auswärtsleistung. Auf die Frage nach dem wichtigsten Moment musste Kudic nicht lange überlegen: „Das Tor.“ Danach blieb Gilgenberg aufmerksam und arbeitete sauber gegen den Ball. „Besonders gut war, dass wir in diesem schweren Spiel, speziell in der zweiten Halbzeit, sehr wenig zugelassen haben und dem Gegner kaum Möglichkeiten gegeben haben, ein Tor zu machen“, betonte der Torschütze. Eine brenzlige Szene gab es laut Kudic dennoch: „Die einzige Möglichkeit war nach dem 1:0, nach einer Eckballsituation, wo wir den Ball nicht klären konnten – ein Abschluss, der daneben ging.“ Ansonsten stand die Hintermannschaft, das Zentrum wurde konsequent zugeschoben, und auch die Wege nach hinten stimmten. „Der Zusammenhalt war super in der schwierigen Situation“, fasste Kudic die geschlossene Mannschaftsleistung zusammen.

Respekt für Lambrechten, ruhiger Unparteiischer – und wertvolle Punkte im Keller

Bei aller Freude über den Auswärtsdreier fand Kudic auch anerkennende Worte für den Gegner: „Die waren gut“, sagte er knapp über die Lambrechtner Leistung – gerade in Halbzeit eins hatte der SVL den Takt vorgegeben. Diskussionen rund um den Unparteiischen blieben aus. „Der Schiedsrichter hatte keine schwierigen Situationen zu entscheiden. Es war eine solide Leistung. Vielleicht einmal, wo man über Elfmeter nachdenken könnte, aber das war’s“, erklärte Kudic. Gilgenberg steht nach 21 Runden mit 23 Punkten vorerst über dem Strich, Lambrechten hält bei 19. 

Bezirksliga West: Lambrechten : Gilgenberg - 0:1 (0:0)

  • 78
    Adnan Kudic 0:1