Spielberichte

Thomas Winkler (Sportlicher Leiter TSU Jeging): "Wir wollten den Auswärtssieg"

SV Neumarkt/P.
TSU Jeging

In der Bezirksliga West lieferten der SV Ritterbräu Neumarkt/Pötting und die TSU Jeging in Runde 22 ein torreiches Duell, das die Gäste mit 4:3 (2:2) für sich entschieden. Sportchef Thomas Winkler sprach nach der Partie von einem "glücklicheren, aber nicht unverdienten Ende" für seine Elf und hob den größeren Willen in den Zweikämpfen hervor. Für Jeging sind es wichtige Auswärtspunkte in Neumarkt. Die Führung wechselte mehrmals, doch am Schluss hatten die Gäste das letzte Wort und nahmen den Sieg mit nach Hause.

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Foto: Harald Dostal/fodo.media

Ein wildes Hin und Her mit später Entscheidung

Die Partie begann mit viel Tempo und einer frühen Führung für Neumarkt/P.: Petr Pasecky traf in der 14. Minute zum 1:0 und setzte das erste Ausrufezeichen. Jeging ließ sich davon nicht beeindrucken, kam schnell ins Rollen und glich durch Matyas Kasal in der 19. Minute aus. Knapp vor der Pause drehten die Gäste das Spiel erstmals: Maxim Klima stellte in Minute 35 auf 1:2. Neumarkt/P. blieb jedoch gefährlich und kam noch vor dem Halbzeitpfiff zurück: Artem Atamas traf in der 43. Minute zum 2:2, mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen. Direkt nach Wiederbeginn legten die Gastgeber wieder vor – erneut Atamas, diesmal in Minute 51, zum 3:2. Die Antwort der TSU folgte nach einer Stunde: Viktor Rjasko besorgte in der 60. Minute das 3:3. Als vieles auf eine Punkteteilung hindeutete, schlug Jeging noch einmal zu: In der 85. Minute war wieder Maxim Klima zur Stelle und fixierte mit seinem zweiten Treffer den 3:4-Auswärtssieg.

Winklers Analyse: Zweikampfstärke, Einheit und der klare Plan

Nach dem Schlusspfiff ordnete TSU-Sportchef Thomas Winkler den Abend ein – und stellte zunächst den Charakter seiner Mannschaft in den Vordergrund: "Wir sind wieder eine Mannschaft, eine Einheit. Einer kämpft für den anderen." Dass es am Ende trotz des späten Siegtreffers nicht nur Glück war, betonte er ebenfalls: "Über 90 Minuten waren wir der verdiente Sieger, weil wir die Zweikämpfe intensiver geführt haben. Man hat gespürt, dass die Mannschaft den Auswärtssieg wollte." Die vielen Treffer passten in sein Bild des Spiels, denn aus seiner Sicht zeigten beide Seiten hohe Qualität am Abschluss: "Man hat gesehen, dass beide Mannschaften eine sehr gute Abschlussqualität haben." Genau diese Mischung – kompakt auftreten, die Duelle annehmen und im richtigen Moment zupacken – gab für die TSU an diesem Abend den Ausschlag. Winklers Fazit fiel entsprechend aus: "Es war ein glücklicheres, aber nicht unverdientes Ende für uns."

Respekt für Neumarkts Konter, Lob für den Schiedsrichter und ein wichtiger Dreier

Winkler hatte auch für den Gegner klare Worte der Anerkennung. "Neumarkt-Pötting ist wirklich sehr stark im Konter, mit sehr schnellen Offensivleuten, die wissen, wo das Tor steht", erklärte der Sportliche Leiter – ein Blick auf die torreichen Phasen und die schnellen Antworten der Hausherren untermauerte diese Einschätzung. Ebenso deutlich fiel sein Urteil über das Schiedsrichterteam aus: "Die drei Herren haben ihre Arbeit sehr gut gemacht, nichts aufkommen lassen und eine klare Linie gepfiffen." Für Jeging ist der Auswärtssieg nicht nur gut fürs Gefühl, sondern auch für die Tabelle: Nach 22 Runden hält die TSU bei 22 Punkten und arbeitet sich im Tabellenkeller weiter heran, während Neumarkt/P. mit 31 Zählern im vorderen Drittel steht. Der Erfolg in Neumarkt gibt Rückenwind – nun will Jeging diese Haltung auswärts wie daheim bestätigen und die nächsten Aufgaben mit dem gleichen Biss anpacken.

Bezirksliga West: Neumarkt/P : TSU Jeging - 3:4 (2:2)

  • 85
    Maxim Klima 3:4
  • 60
    Viktor Rjasko 3:3
  • 51
    Artem Atamas 3:2
  • 43
    Artem Atamas 2:2
  • 35
    Maxim Klima 1:2
  • 19
    Matyas Kasal 1:1
  • 14
    Petr Pasecky 1:0