In der Landesliga West geht der Blick beim SV HAI Schalchen wieder deutlich positiver nach vorne. Der sportliche Leiter Klaus Erkner zieht nach einer Spielzeit mit schwierigem Herbst und besserem Frühjahr ein klares Fazit: Der Klassenerhalt wurde geschafft, die Rückrunde hat Selbstvertrauen gebracht und genau darauf soll nun aufgebaut werden. Gleichzeitig steht der Verein aktuell vor einem größeren Umbruch, weil sich im Sommer im Kader einiges getan hat.

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Dass die Stimmung rund um SV HAI Schalchen vor der neuen Saison besser ist als noch in den ersten Monaten der abgelaufenen Spielzeit, hängt für Klaus Erkner vor allem mit der Entwicklung innerhalb der Mannschaft zusammen. Der sportliche Leiter spricht den missglückten Start offen an, legt den Schwerpunkt aber bewusst auf die Reaktion danach. "Nach einem schlechten Saisonstart im Herbst haben wir dann eine gute Rückrunde gespielt. Das gibt uns Zuversicht für die kommende Saison und darauf lässt sich aufbauen", sagt Erkner. Diese Einschätzung lässt sich auch mit dem Schlussspurt untermauern. In den letzten fünf Meisterschaftsspielen blieb SV HAI Schalchen ungeschlagen, holte Siege gegen SV Grieskirchen, ASKÖ Ohlsdorf und SK Bad Wimsbach und nahm auch gegen SK Altheim sowie ATSV Sattledt noch Punkte mit. Gerade diese Phase ist für den Sportchef jene Grundlage, auf die nun weiter aufgebaut werden soll.
Ruhig ist der Sommer beim SV HAI Schalchen trotzdem nicht. Erkner spricht selbst von einem "großen Umbruch", und diese Formulierung kommt nicht von ungefähr. "Von den Kaderspielern sind 10 Spieler weggegangen oder in die zweite Mannschaft gewechselt", erklärt der sportliche Leiter. Gleichzeitig hat der Verein bereits ordentlich nachgelegt. "Mittlerweile sind es acht Neuzugänge, ganz fertig sind wir aber noch nicht, dafür nehmen wir uns bewusst die notwendige Zeit.", sagt Erkner, geht im Gespräch aber noch nicht ins Detail. Die Namen werden zum richtigen Zeitpunkt öffentlich bekannt gegeben. Genau das zeigt aber auch, wie umfangreich der personelle Schnitt diesmal ausfällt. Für SV HAI Schalchen bedeutet das, dass nicht nur ein paar Positionen ergänzt werden, sondern dass eine neue Gruppe zusammenwachsen muss, die in der Kampfmannschaft die nächste Saison tragen soll.
Neben den vielen Bewegungen im Kader gibt es auch eine Veränderung im Trainerstab. Erkner berichtet von einem neuen Tormanntrainer, "einem ehemaligen Profi-Tormann mit vielversprechender Visitenkarte" der zuletzt in der Akademie in Ried und bei den jungen Wikinger gearbeitet hat". Das restliche Trainerteam bleibt dagegen unverändert. Auch bei der Personalsituation gibt es vor dem Start eine positive Nachricht, denn laut Erkner sind "die aktuellen Kaderspieler nahezu alle fit". Einen einzelnen Spieler wollte Erkner im Rückblick auf die letzte Saison bewusst nicht herausheben. "In den letzten Wochen der Meisterschaft haben alle wieder halbwegs zu ihrer normalen Form gefunden und damit der Mannschaft die notwendige Energie gegeben, sodass wir die Klasse frühzeitig erhalten konnten", sagt er. Für die neue Saison erwartet Erkner eine spannende Ausgangslage in der Liga. Besonders beeindruckt haben ihn zuletzt die Aufsteiger: "Die Aufsteiger waren natürlich am konstantesten und haben überragende Spiele abgeliefert." Durch deren Aufstieg, so seine Einschätzung, sei die Meisterschaft nun "ein bisschen offener". Für SV HAI Schalchen ist das ein zusätzlicher Anreiz, den Schwung aus der Rückrunde mitzunehmen und den großen Umbruch möglichst schnell in eine funktionierende Mannschaft umzuwandeln.