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„Im Frühjahr war es eine Berg- und Talfahrt“ – Edvin Durgutovic blickt auf Schwanenstadts Saisonhälfte

Schwanenstadt

In der Landesliga West zieht SC Schwanenstadt nach der vergangenen Saisonhälfte ein gemischtes Fazit. Trainer Edvin Durgutovic spricht nach einem starken Herbst von einer wechselhaften Frühjahrsphase, in der vor allem gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte zu viele Punkte liegen gelassen wurden. Dazu kommen kleinere personelle Veränderungen, weitgehend fitte Spieler und mit der 80-Jahre-Feier auch ein besonderer Termin im Vereinsleben.

Zwei Fußballspieler im Zweikampf

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Starker Herbst als Basis, im Frühjahr fehlte die Konstanz

Edvin Durgutovic machte im Gespräch schnell klar, dass die zurückliegende Saisonhälfte aus seiner Sicht zwei Gesichter hatte. „Nach dem starken Herbst haben wir im Frühjahr eine Berg- und Talfahrt gehabt“, sagte der Trainer und brachte damit die Entwicklung seiner Mannschaft ziemlich treffend auf den Punkt. Es ging also nicht darum, dass bei SC Schwanenstadt plötzlich gar nichts mehr funktioniert hätte. Vielmehr wechselten sich gute Auftritte und enttäuschende Ergebnisse zu oft ab. Ein Blick auf die letzten drei Spiele zeigt diese Schwankungen deutlich: Auf Niederlagen gegen SK Kammer (2:1) und SPG Esternberg/St. Roman (1:2) folgte zum Abschluss immerhin noch ein 1:3 bei USV Neuhofen/I. Genau diese Mischung aus Rückschlägen und einem versöhnlichen Schlusspunkt passt zu jenem Bild, das Durgutovic von den vergangenen Monaten gezeichnet hat.

Gegen die Spitzenteams gestimmt, gegen tiefere Gegner zu oft gescheitert

Besonders interessant war im Rückblick die Einordnung, gegen welche Gegner Schwanenstadt besser ausgesehen hat und wo die Probleme lagen. Durgutovic sagte: „Wir haben grundsätzlich sehr gute Spiele gegen Mannschaften aus dem vorderen Drittel gemacht.“ Als Beispiele nannte er die Siege gegen Andorf und Pettenbach sowie die Unentschieden gegen Gmunden und Bad Wimsbach. Gerade diese Aussagen zeigen, dass der Trainer die grundsätzliche Qualität seiner Mannschaft nicht infrage stellt. Umso mehr wurmt ihn, dass es ausgerechnet gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte nicht so lief, wie er sich das vorgestellt hatte. „Gegen Mannschaften aus dem Tabellenmittelfeld oder unteren Tabellenhälfte haben wir entweder unser Potenzial nicht abgerufen oder unsere Chancen nicht genutzt und verloren“, erklärte er. Das ist eine klare Analyse, die weniger auf große taktische Fragen hinausläuft, sondern vor allem auf Konstanz und Effizienz. Schwanenstadt war also nicht grundsätzlich weit weg, hat sich aber in vielen Partien zu selten belohnt.

Im Kader bewegt sich etwas, der Stamm soll aber stehen

Auch personell gibt es bei SC Schwanenstadt vor der neuen Phase ein paar Veränderungen, ohne dass der große Umbau ansteht. Fix sind die Abgänge von Valentin Veselaj, Mirza Krupinac und Josip Lukacevic. Außerdem legt David Ohler eine Fußballpause ein. Neu dazu kommen Ivica Zelic aus Gmunden, Elmas Abdic aus Frankenburg sowie zwei neue Torhüter, Lukas Purrer aus Vöcklamarkt und Simon Oelz aus Bad Wimsbach. Zusätzlich wird auch der Trainerstab ergänzt, denn laut Durgutovic stößt „ein neuer Co-Trainer“ dazu. Auf der Verletztenseite hörte sich die Lage dagegen vergleichsweise ruhig an. „Grundsätzlich sollten alle so weit fit sein“, sagte der Trainer. Nur bei Oliver Sieberer brauche es noch etwas Geduld: „Einzig Oliver Sieberer wird ein bisschen später dazustoßen aufgrund einer Schambeinverletzung.“ Für einen Trainer in dieser Phase ist das eine wichtige Nachricht, weil die Arbeit damit auf einer breiten Basis beginnen kann und keine lange Ausfallliste mitgeschleppt wird.

80 Jahre Verein und ein klarer Blick auf die Mannschaft

Neben dem Sportlichen rückt bei SC Schwanenstadt in den nächsten Tagen auch das Vereinsleben in den Vordergrund. „Uns erwartet die 80-Jahre-Feier am kommenden Wochenende. Am 11. Juli findet eine Kinderolympiade, ein Legendenspiel und die Jubiläumsfeier statt. Vor allem das Legendenspiel mit altgedienten Spielern, viele aus der Bundesligazeit, wird ein richtiges Highlight“, sagte Durgutovic und verwies damit auf einen Termin, der für den Klub über den Alltag hinaus Bedeutung hat. Inhaltlich blieb der Trainer in seinen Aussagen trotzdem ganz auf Linie. Einzelne Spieler wollte er nicht herausheben. "Natürlich gibt es, wie überall sonst, wichtige Einzelspieler, jedoch steht bei uns immer die gesamte Mannschaft im Vordergrund“, sagte er. Das passt auch zu seiner knappen Antwort auf die Frage, welcher Verein ihn zuletzt besonders beeindruckt habe: „Der SC Schwanenstadt.“ Das war keine lange Erklärung, aber ein deutlicher Hinweis darauf, wie der Trainer seine Gruppe sieht. Nach einem starken Herbst, einer wechselhaften Frühjahrsphase und kleineren Anpassungen im Kader bleibt der Kurs damit klar: SC Schwanenstadt will wieder mehr Konstanz hineinbringen, dabei als Mannschaft auftreten und den nächsten Entwicklungsschritt gehen.