In der Landesliga West blickt ASKÖ Ohlsdorf laut Trainer Adiz Cetin auf eine Saison zurück, die dem Team im ersten Jahr auf diesem Niveau viel Bestätigung gebracht hat. Der Klassenerhalt sei geschafft, die Mannschaft habe sich gut verkauft, und nur eine Niederlage in den letzten neun Spielen unterstreiche die positive Entwicklung. Trotzdem sieht Cetin im Abschluss und bei einzelnen Defensivphasen noch klare Ansatzpunkte für die nächste Zeit.

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Für Cetin beginnt die positive Bilanz nicht bei einzelnen Ergebnissen, sondern bei der Art, wie sich die Gruppe in der Saison entwickelt hat. "Unser Teamgefüge hat sehr gut funktioniert, und dadurch haben wir unser Ziel, den Klassenerhalt, erreicht", sagt der Trainer. Genau diesen Punkt stellt er über alles andere. Für ihn war entscheidend, dass die Mannschaft im ersten Jahr in der Landesliga nicht nur mitgehalten, sondern sich auch nachhaltig angepasst hat. "Für das erste Jahr in der Landesliga haben wir uns sehr gut geschlagen und sehr gut verkauft", so Cetin. Dass seine Einschätzung nicht nur auf einem Gefühl beruht, zeigt auch der Schlussteil der Saison. Aus den letzten fünf Spielen nahm ASKÖ Ohlsdorf beim 2:2 gegen SPG Munderfing/Pfaffstätt, beim 2:2 gegen SK Altheim, beim 1:1 gegen SK Bad Wimsbach und beim 3:1 gegen UFC Eferding regelmäßig Punkte mit, einzig gegen SV Schalchen setzte es mit 1:2 eine Niederlage. Die Aussage des Trainers, dass in den letzten neun Spielen nur eines verloren wurde, bekommt dadurch zusätzlich Gewicht.
So zufrieden Cetin mit der Grundentwicklung ist, so klar spricht er auch die Punkte an, an denen seine Mannschaft noch arbeiten muss. "Verbesserungen gibt es natürlich in allen Belangen. Man kann sehr viele Sachen allgemein besser machen, vor allem im Abschluss", sagt der Ohlsdorf-Trainer. Gerade diese Einordnung zeigt, dass er die Saison nicht nur an der Punktausbeute misst. Er sieht eine Mannschaft, die sich stabilisiert hat, die in der Liga angekommen ist, die aber in manchen Bereichen noch effizienter werden muss. Auch defensiv blieb nicht jede Phase auf konstantem Niveau. Cetin erinnert daran, dass seine Mannschaft "in zwei, drei Spielen richtig viele Tore bekommen" hat. Gerade weil die Gesamteinschätzung positiv ausfällt, wirken diese Sätze nicht wie ein bloßes Mängelprotokoll, sondern eher wie der nüchterne Blick eines Trainers, der weiß, dass eine gute Saison allein noch keine Garantie für eine ruhige nächste Spielzeit ist. Im Großen und Ganzen bleibt sein Urteil dennoch eindeutig: "Mit unserer Leistung und dem, was wir gebracht haben, sind wir eigentlich sehr zufrieden."
Im personellen Bereich ist ASKÖ Ohlsdorf noch nicht am Ende der Planungen angekommen. Drei Abgänge stehen laut Cetin fest, einer davon wechselt zu einem anderen Verein, zwei weitere fallen studienbedingt weg. Auf der Zugangsseite ist die Lage dagegen noch nicht endgültig geklärt. "Die Zugänge sind in der finalen Phase, sind noch nicht alle abgeschlossen", erklärt der Trainer. Er rechnet aber damit, dass sich in den nächsten Wochen noch einiges bewegt. "Es werden sicher drei, vier Spieler zu uns dazustoßen, aber welche genau, da ist die Unterschrift noch nicht drunter." Rund um das Trainerteam sieht Cetin dagegen keinen Handlungsbedarf. Er betont, dass der Bereich um die Kampfmannschaft gut aufgestellt sei und zeigt sich mit der Arbeit seines Co-Trainers zufrieden. Auch mit Blick auf die Gesundheit der Spieler klingt vor dem Trainingsstart am 13. Juli alles ruhig. "Stand jetzt habe ich keine Rückmeldung, dass irgendwer verletzt ist", sagt Cetin, auch wenn in der Urlaubszeit naturgemäß nicht jeder sofort verfügbar sein wird.
Besonders aufmerksam verfolgt Cetin die Entwicklung der jungen Spieler in seinem Kader. Gerade gegen Ende der Saison habe man gesehen, dass viele Akteure die Liga immer besser angenommen hätten. "Ich muss sagen, dass sich Ende des Frühjahrs eigentlich alle Spieler sehr stark verbessert haben", sagt er. Als Beispiel nennt er junge Kräfte, die bereits Minuten in der Kampfmannschaft gesammelt haben. Zwei davon sind Zsombor Silimon und Sebastian Schrattencker, die Cetin ausdrücklich auf einem guten Weg sieht. Für ASKÖ Ohlsdorf passt das zur gesamten Linie der vergangenen Monate: Die Mannschaft hat sich nicht nur Ergebnisse geholt, sondern innerhalb der Liga auch Schritt für Schritt behauptet. Für die kommende Saison erwartet der Trainer wieder eine enge Geschichte. Nachdem zwei Teams die Liga verlassen haben, rechnet Cetin damit, dass das Feld noch ausgeglichener wird. "Die Liga wird nächste Saison noch ausgeglichener und eigentlich sehr spannend", sagt er. Für ASKÖ Ohlsdorf heißt das nach einer starken ersten Saison vor allem eines: Das Fundament steht, jetzt soll auf dieser Basis weitergearbeitet werden.