Regionalliga Ost

Leobendorf trauert Heimsieg gegen Horn nach

Auch nach dem dritten Spieltag steht der SV Leobendorf weiterhin ungeschlagen da. Das 0:0 (zum Spielbericht) gegen den SV Horn hinterließ bei den Gastgebern dennoch gemischte Gefühle. Während die defensive Stabilität erneut überzeugte, fehlte diesmal die Belohnung für eine insgesamt starke Vorstellung. Bei den personell angeschlagenen Hornern durfte man den Auswärtspunkt hingegen durchaus als Erfolg verbuchen.

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Leobendorf sieht Fortschritt trotz Punkteteilung

Fünf Punkte aus den ersten drei Spielen gegen Parndorf, Marchfeld und Horn – mit dem Saisonstart kann man in Leobendorf grundsätzlich zufrieden sein. Vor allem die Entwicklung in der Defensive fällt positiv auf. Nach dem 1:0 im Marchfeld blieb die Mannschaft zum zweiten Mal in Folge ohne Gegentreffer und ließ auch gegen Horn kaum etwas zu.

Sektionsleiter Patrik Batoha bewertete deshalb sogar die Leistung beim torlosen Remis höher als jene beim 1:1 zum Saisonauftakt gegen Parndorf.

„Für mich war das heute das bessere 0:0 als das 1:1 gegen Parndorf zum Saisonauftakt. Wir hatten die Partie über weite Strecken im Griff und haben über 90 Minuten keine wirkliche Torchance des Gegners zugelassen“, erklärte Batoha.

Dass es dennoch nicht zum zweiten Saisonsieg reichte, lag vor allem an der fehlenden Konsequenz vor dem gegnerischen Tor. Zweimal scheiterte Leobendorf am Aluminium, zudem erwischte Horns Schlussmann Mathias Gindl einen außergewöhnlich starken Abend. Genau dort liegt für Batoha derzeit auch der nächste Ansatzpunkt. Defensiv steht seine Mannschaft bereits äußerst kompakt, im letzten Drittel soll die vorhandene Überlegenheit künftig noch häufiger in Tore umgemünzt werden.

„Mit der Leistung können wir absolut zufrieden sein, mit dem Ergebnis natürlich weniger. Bis auf die fehlende Konsequenz im letzten Drittel kann man der Mannschaft eigentlich kaum etwas vorwerfen.“

Gindl wird zum entscheidenden Faktor für Horn

Aus Horner Sicht hatte die Punkteteilung einen anderen Stellenwert. Die Waldviertler waren mit erheblichen personellen Problemen nach Leobendorf gereist. Neben Julian Hinterleitner und Alexander Leidinger fehlten auch Jonas Borkowski und Raphael Bauer. Kurzfristig fiel zudem Karim Dhouib aus, der sich beim Aufwärmen verletzte. Dadurch rückte Eigenbauspieler Severin Michel erstmals in die Startformation.

Unter diesen Voraussetzungen lag der Fokus vor allem darauf, defensiv dagegenzuhalten. Das gelang – auch dank eines überragenden Gindl. Der Torhüter war der entscheidende Mann auf Seiten der Gäste und sorgte mit seinen Paraden dafür, dass Horn trotz der Leobendorfer Möglichkeiten ohne Gegentreffer blieb.

So können letztlich beide Mannschaften Positives aus dem Abend mitnehmen. Horn bewies, dass man selbst ersatzgeschwächt gegen einen starken Gegner bestehen kann. Leobendorf wiederum bestätigte seine defensive Stabilität und bleibt nach einem anspruchsvollen Auftaktprogramm weiterhin ungeschlagen.

Die Gefühlslage nach dem Schlusspfiff war dennoch unterschiedlich: Für Horn war es ein hart erkämpfter Auswärtspunkt – für Leobendorf eher eine verpasste Gelegenheit, aus einem guten Saisonstart einen sehr guten zu machen.

 

Foto: planet fox