Nach Platz zwölf in der Vorsaison ist die Union Josko Kopfing in der laufenden Spielzeit einer der Überraschungsteams der 1. Klasse Nord-West. Mit 22 Punkten überwintert die Mannschaft von Trainer Firzet Hadzic auf Tabellenrang vier. Vor allem defensiv zeigt sich das Team stark verbessert: Nur 14 Gegentore markieren einen klaren Fortschritt im Vergleich zum Vorjahr. Treffsicherster Akteur im Herbst war Huso Tahric mit neun Toren.
Dass Kopfing heuer deutlich besser auftritt, war vor der Saison keineswegs vorauszusehen. Der sportliche Leiter, Daniel Strassl, spricht von einer Entwicklung, die selbst im Verein überrascht hat: „Absehbar war das ehrlich gesagt überhaupt nicht. Vom Kader her sind wir kaum stärker geworden, abgesehen von Adam Kozselka. Dazu kamen auch noch einige verletzungsbedingte Ausfälle bei wichtigen Spielern.“
Gerade deshalb wiegt der sportliche Zwischenstand umso höher. Trotz Kreuzbandrissen von Leistungsträgern wie Kapitän Berthold Fischer oder Philipp Eder gelang es dem Team, die Ausfälle aus den eigenen Reihen gut zu kompensieren. Ein zentraler Faktor dafür ist die neue taktische Ausrichtung. „Firzet legt extrem viel Wert darauf, dass die ganze Mannschaft verteidigt und auch gemeinsam angreift. Die Räume werden eng gehalten – das haben die Spieler sehr gut angenommen und umgesetzt“, so Strassl. Mit Firzet Hadzic hat Kopfing einen Schritt nach vorne gemacht. Das neue System und eine klarere Struktur haben dem Team Sicherheit gegeben – gerade gegen stärkere Gegner. Die defensive Kompaktheit bildet inzwischen das Fundament für die Punktesammlung und die Etablierung im oberen Tabellenbereich.
Trotz der starken Ausgangslage bleibt man in Kopfing vorsichtig optimistisch. „Unser klares Ziel ist, am Ende unter den ersten fünf zu stehen“, betont Strassl. Gleichzeitig soll die sportliche Ruhe genutzt werden, um junge Spieler weiter an die Kampfmannschaft heranzuführen. „Je früher wir die 30-Punkte-Marke erreichen, desto mehr Spielraum haben wir, um jungen Eigenbauspielern Minuten zu geben.“ In der Winterübertrittszeit setzt die Union Kopfing auf Kontinuität. Abgesehen von der Rückkehr von Lukas Kramer, der nach längerer Pause wieder zur Verfügung stehen soll, sind keine Veränderungen geplant. „Auf ihn hoffen wir schon, weil er uns vor allem offensiv helfen kann“, sagt der sportliche Leiter.
Seit zwei Wochen befindet sich die Mannschaft wieder im Trainingsbetrieb. In der kommenden Woche steht ein gemeinsames Trainingslager in Ungarn auf dem Programm. Neben intensiven Einheiten soll dort auch der mannschaftliche Zusammenhalt weiter gestärkt werden. „Solche Trainingslager sind nicht nur sportlich wichtig, sondern auch für die Gemeinschaft – das gehört einfach dazu“, so Strassl abschließend.