In der LT1 OÖ-Liga hat SU STRASSER Steine St. Martin/M. die Saison auf Rang elf mit 39 Punkten beendet, und Trainer Peter Wiesinger zieht trotz mancher Schwankungen ein positives Fazit. „Wir sind sehr zufrieden mit der vergangenen Saison“, sagt er. Gleichzeitig spricht der Coach die wichtigste Baustelle offen an: In der Defensive und vor allem bei Standards hat seine Mannschaft in den vergangenen Monaten zu viel zugelassen.

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Der Blick auf die Tabelle zeigt recht gut, wie die Monate für SU STRASSER Steine St. Martin/M. verlaufen sind. Die Mannschaft bewegte sich im Saisonverlauf zwischen Rang acht und Rang 14, schob sich im Frühjahr sogar einige Runden lang auf Platz acht vor und beendete die Meisterschaft schließlich als Elfter. Auch der Schlussspurt war ein Spiegel dieser Saison: Auf das 1:4 gegen die SPG Friedburg/P. folgte ein 3:2 gegen SV GW Micheldorf, danach setzte es ein 1:2 gegen Union Mondsee und ein 1:5 bei der DSG Union Perg, ehe zum Abschluss ein 2:2 gegen ASKÖ Oedt 1b stand. Genau daraus leitet Wiesinger seine Einschätzung ab. Einerseits ist da die Zufriedenheit über das Erreichte, andererseits bleibt die Erkenntnis, dass vor allem in der Arbeit gegen den Ball noch Luft nach oben ist. „Im defensiven Bereich haben wir viel Aufholbedarf“, sagt der Trainer sehr deutlich. Noch konkreter wird er beim Blick auf ruhende Bälle: „Bei Standardsituationen haben wir relativ viele Tore bekommen. Da werden wir in der Vorbereitung das Hauptaugenmerk darauf legen.“
Im Kader von SU STRASSER Steine St. Martin/M. hat sich im Sommer durchaus etwas getan. Felix Schneitler, rechter Außenverteidiger, hat den Verein verlassen. Jakob Füruter aus dem zentralen Mittelfeld studiert in Wien, sein neuer Verein ist laut Wiesinger noch offen. Auch Mittelstürmer Ondrej Bicenc wird nicht mehr zum Aufgebot gehören, wobei auch hier das nächste Ziel noch nicht feststeht. Dazu kommt mit Benjamin Kiesel ein neuer rechter Außenverteidiger vom AK Ried. Größere Umwälzungen rund um die Mannschaft gibt es hingegen nicht. Wiesinger betont, dass im Trainerstab alles beim Alten bleibt. „Leider hat uns unser Mann für alles, Daniel Gattringer, nach dem letzten Spiel mitgeteilt, dass er eine Pause einlegt und nicht mehr zur Verfügung steht, sehr zum Leid der Mannschaft und des Trainerteams", so der Trainer. Ein Thema bleibt die Personalsituation rund um Benito Hemmelmayr. „Benito Hemmelmayr ist mit einem Kreuzbandriss noch verletzt", erklärt der Coach. Ansonsten, das ist für die Vorbereitung nicht unwichtig, seien alle Spieler fit.
Besonders interessant ist, wie Wiesinger seine Mannschaft selbst beschreibt. Er hebt nicht einzelne Akteure heraus, sondern bewusst die Gruppe. „Ich möchte die ganze Mannschaft hervorheben“, sagt er und liefert auch gleich die Begründung nach. SU STRASSER Steine St. Martin/M. sieht sich als junges Team, das nicht über herausragende Einzelkönner kommen will, sondern über Geschlossenheit, Disziplin und einen gemeinsamen Plan.Wir überzeugen als Team und durch den Zusammenhalt“, sagt Wiesinger. Dazu passt auch, dass der Trainer auf eine klare Spielidee Wert legt. „Wir haben eine klare Spielphilosophie und probieren, sie auch in Auswärtsspielen umzusetzen.“ Für die kommenden Wochen ist der Auftrag damit klar umrissen: Die Basis aus Zusammenhalt und mannschaftlicher Geschlossenheit soll erhalten bleiben, gleichzeitig muss die Defensive stabiler werden. Dass Wiesinger mit Bad Leonfelden und auch mit der SPG Friedburg/P. zwei starke Maßstäbe in der Liga gesehen hat, passt ebenfalls ins Bild. St. Martin/M. weiß also, woran es sich orientieren kann, und ebenso, an welchen Details nun gearbeitet werden muss.